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Ich verschicke mein Sommerkleid als Postkarte…

Geschrieben von: Sabine Voß Freitag, den 10. Juni 2011 um 09:28 Uhr

„Über Lebenskunst“ – das ist eine Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit, die zurzeit außergewöhnliche Aktionen rund um das Leben in Zeiten der ökologischen Krise startet. Das  Projekt setzt sich dabei künstlerisch mit den Veränderungen unseres Planeten auseinander. Ziel ist es, die noch immer abstrakt wirkende Realität des Klimawandels greifbarer zu machen. „Jeder Einzelne kann die Welt verändern, indem er sich von Routinen löst und seinen Alltag neu gestaltet“, so der Tenor des Projekts.

Wie man sich von Routinen löst, zeigt beispielsweise die Aktion „Mein Lieblingsteil“, die im Rahmen der Initiative noch bis August aus ungeliebten Klamotten Postkarten stampft. Was? Ja! Wir sind aufgerufen, unsere Kleiderschränke auszumisten. Die ungeliebten Teile kann man zu bestimmten Terminen in Aktions-Recyclingboxen werfen. Sie werden dann zu Papier verarbeitet, genauer gesagt zu Postkarten. Wer möchte, kann sich bei der Gelegenheit in sein Lieblingsteil schmeißen, einen Steckbrief für das Kleidungsstück schreiben und sich damit in der mobilen Fotobox fotografieren lassen. Die Bilder und die Lieblingsteil-Geschichten werden auf der Aktionswebsite veröffentlicht und auf die Postkarten gedruckt.

Die erste Sammelaktion hat schon Anfang Juni stattgefunden: Circa 60 Menschen haben sich in Berlin getroffen, um ihre alten Teile abzugeben und sich in ihren Lieblingsteilen fotografieren zu lassen. Wer nun auch findet, dass der abgetragene Pulli doch besser eine Postkarte hätte werden sollen, kann ihn am 13. Juli in die Hackeschen Höfen in Berlin bringen – da warten zwischen 14 und 17 Uhr die Recyclingbox  und die mobile Fotobox von Mein Lieblingsteil.

Die Postkarten werden auch beim Festival „Über Lebenskunst“ vom 17. bis 21. August in Berlin ausgestellt. „Neben der Möglichkeit das Papier selbst zu schöpfen wird es auch andere Varianten geben, die zeigen, was wir alles noch mit den vermeintlich ungeliebten Teilen machen können, um sie wieder lieben zu lernen“, sagt Projektkoordination Anna-Margaretha Griefahn. Durch einen Re-Design Workshop, ein Video und einen Vortrag zum Thema wird den Festivalbesuchern vor Augen geführt werden, unter welchen Bedingungen zum Beispiel die allseits beliebten Sneakers produziert werden.

Der Sinn dahinter: „Mein Lieblingsteil beschäftigt sich mit dem komplexen Leben von Kleidung, beleuchtet Produktionshintergründe, unser Konsumverhalten und das so genannte ‚Afterlife‘ von Kleidungsstücken“, sagt Griefahn. Auf der Aktionshomepage erfährt man weitere wichtige und interessante Hintergründe.

Hinter der Initiative Über Lebenskunst steckt die Kulturstiftung des Bundes und das Haus der Kulturen der Welt (Berlin).

 

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Unternehmen denken um

Geschrieben von: Steffen Ball Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 13:43 Uhr

An dieser Stelle ein Veranstaltungstipp für alle, die ihr Unternehmen strategisch an Nachhaltigkeit ausrichten möchten. Am Donnerstag und Freitag (9./10. Juni) findet die fünfte KarmaKonsum Konferenz in der IHK Frankfurt (Börsenplatz 4) statt. In Vorträgen, Workshops und Ausstellungen werden verantwortungsvolles Wirtschaften und nachhaltige Lebensstile thematisiert. Das genaue Programm der Tagung gibt es hier.

Die Konferenz richtet sich an Geschäftsführer und Entscheider aus Unternehmen und Organisationen, die Nachhaltigkeit als das sehen, was sie ist: Ein Thema, das man in Zukunft in seiner Strategie berücksichtigen muss, wenn man sich erfolgreich am Markt behaupten will. Und meiner Meinung nach ein Thema, das nicht vorrangig aus diesem Grund von jedem Unternehmen, jeder Organisation in die Geschäftsphilosophie einbezogen werden sollte.

 

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Die Lohas brauchen Nachwuchs!

Geschrieben von: Sabine Voß Montag, den 06. Juni 2011 um 08:15 Uhr

Fehlt es den Lohas an Nachwuchs? Verschiedene Umfragen haben sich damit befasst, ob das Interesse Jugendlicher am Themenbereich Umwelt und Nachhaltigkeit abnimmt. Aus diesem Anlass hat sich das Umweltbundesamt (UBA) in einer Studie damit beschäftigt, wie man das Thema Nachhaltigkeit bei der jungen Generation anschlussfähig machen kann. Warum nimmt das Interesse der Jugendlichen an Nachhaltigkeit ab? Mit welchen Kommunikationsformen und -strategien erreicht man diese wichtige Zielgruppe? Wie kann man Jugendliche für das eher abstrakte Thema begeistern und handlungsfähig machen? Diese und weitere Fragen stellt das UBA in der Studie unter dem Titel „Einblick in die Jugendkultur“.

Die Arbeit zeigt, dass die Jugendlichen nicht grundsätzlich uninteressiert sind an Umwelt- und Nachhaltigkeit, sondern dass ihr Desinteresse oftmals eine Reaktion auf die falsche Ansprache ist. In Zukunft müssten die Vielfalt der Lebenswelten und Kommunikationsgewohnheiten „unabdingbarer Ausgangs- und Bezugspunkt für eine erfolgreiche und effektive Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation“ sein, so die Studie.

Sehr erfreulich: Die Studie bleibt nicht theoretisch, sondern gibt zehn Empfehlungen für eine verbesserte Kommunikation mit Jugendlichen. Ein Tipp ist beispielsweise, Jugendlichen Freiräume für eigene Aktivitäten zu schaffen oder Multiplikatoren und Vorbilder zu aktivieren, um sie besser zu erreichen.

Das sind gute Empfehlungen, übersichtlich gestaltet. So kann jeder, der ein nachhaltiges Anliegen hat, Jugendliche besser erreichen – damit die Jugendlichen von heute die Lohas von morgen werden.

 

 

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„Ohne ihn“ – Wandern für die Wälder!

Geschrieben von: Steffen Ball Freitag, den 20. Mai 2011 um 07:41 Uhr

2011 ist das Internationale Jahr der Wälder. Ziel ist es, die Wälder weltweit zu erhalten. Auch Deutschland trägt mit der Kampagne „Waldkulturerbe“ dazu bei. Auftakt der Kampagne war schon im März, und seitdem sind einige Aktionen gelaufen, die den Wald wieder in unser Bewusstsein bringen sollen. Noch bis zum 30. September kann man beispielsweise an dem Fotowettbewerb „Ohne ihn“ teilnehmen, bei dem es monatlich attraktive Preise wie Kameras zu gewinnen gibt. Die eingeschickten Fotos sollen ausdrücken, was in unserem Leben fehlen würde ohne Wald. Ein paar sehr schöne Bilder kann man auf der Homepage schon jetzt sehen.

Darüber hinaus finden über das Jahr verteilt deutschlandweit rund 5.000 Veranstaltungen statt, die den Wald erlebbar machen sollen. Eine von diesen Aktionen steht kurz bevor, denn am 22. Mai ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt. Deshalb findet am kommenden Sonntag der bundesweite Wandertag für biologische Vielfalt statt. Unter dem Motto „Gemeinsam wandern – Vielfalt in Wäldern erleben“ werden dann noch bis zum 26. Juni rund 1.000 sachkundig geführte Wanderveranstaltungen in ganz Deutschland angeboten. Die Wanderungen geben Einblick in die Arten, Lebensräume und Landschaften in Deutschland. Welche Wanderung wann und wo stattfindet, kann man im Veranstaltungskalender mit Postleitzahlensuche herausfinden. Los geht’s!

 

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