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Rollstuhlgerecht – so geht’s!

Geschrieben von: Sabine Voß Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 10:55 Uhr

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Da Nachhaltigkeit auch soziale und kulturelle Dimensionen hat, wollen wir den Fokus diesmal auf ein spezielles Thema legen: Barrierefreiheit. Wer mit Rollstuhl oder Gehhilfe unterwegs ist, trifft oft spontan auf Hindernisse, die er alleine nicht bewältigen kann. Um böse Überraschungen zu vermeiden, können sich eingeschränkte Menschen vorab auf Wheelmap.org über ihre Zielorte erkundigen: Das ist eine Online-Karte, auf der jeder mit Internetzugang mittels eines Ampelsystems die Rollstuhlgerechtigkeit von Orten weltweit bewerten kann. Grün markierte Orte sind ohne Einschränkung für Rollstuhlfahrer zu erreichen und orange markierte Orte sind nur eingeschränkt zu nutzen (haben beispielsweise keine Toilette für Rollstuhlfahrer). Die rote Markierung kennzeichnet hingegen Orte, die für Rollstuhlfahrer gar nicht erreichbar sind.

Diese Übersicht soll Menschen mit Mobilitätseinschränkungen helfen, sich vorher auf Hindernisse einstellen zu können. Gleichzeitig soll aber auch auf das Problem aufmerksam gemacht werden, dass selbst öffentliche Orte nicht immer für jeden erreichbar sind – beispielsweise werden Café-Besitzer durch eine schlechte Bewertung auf Wheelmap.org dazu angeregt, über eine Verbesserung ihrer Bedingungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nachzudenken.

Seit fast einem Jahr ist die Plattform nun online. Laut Betreiber werden täglich mehrere 100 Orte neu bewertet, und tatsächlich: In Berlin sieht die Karte schon sehr bunt aus. Kein Wunder, schließlich ist Berlin die Geburtsstadt von Wheelmap. Der Berliner Verein „Sozialhelden“ hatte die Idee zur Online-Karte. In anderen deutschen Städten wie Wiesbaden und Frankfurt klaffen jedoch noch viele graue Lücken. Deshalb der Aufruf an alle Ausgänger: Achtet doch einfach mal auf Eure Umgebung, wenn Ihr unterwegs seid, und bewertet die Orte, die Ihr besucht habt, auf wheelmap.org. Das kostet nicht viel Zeit, tut aber dafür sehr viel Gutes!

 

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Rampensau oder Klimaschwein?

Geschrieben von: Sabine Voß Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 14:25 Uhr

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Vom 15. bis 17. Juli will das Festival MELT! laut eigenen Angaben nicht nur musikalisch steil nach vorne gehen, sondern auch nachhaltig: Das MELT! möchte Deutschlands klimafreundlichstes Festival werden.

Während die Künstler auf der Bühne Energie versprühen, soll hinter den Kulissen Energie gespart werden: Beispielsweise wird mit einer neuen Solaranlage für das Festivalgelände „Ferropolis“ in Gräfenhainichen regenerativer Strom erzeugt. Für Aufmerksamkeit sollen auch die Disco und die Handyladestation sorgen, die beide mit Fahrrädern betrieben werden. Darüber hinaus werden verstärkt regionale Produkte angeboten und eine Müllrückgabestation eingerichtet, die das Trennen erleichtern soll.

Das Konzept, das unter anderem von der Jugendkampagne „Klimaklicker“ unterstützt wird, integriert aber auch die Besucher: Während sie im Vorfeld motiviert wurden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Gruppen anzureisen, umfasst ein „Rock’n’Roll-Guide auf dem Weg zum Klimaheiligen“ lebensnahe Tipps; vom klimafreundlichen Haaretrocknen bis hin zum umweltbewussten Zubereiten der Mahlzeiten. Darüber hinaus werden „StromChecker“ auf dem Festivalgelände unterwegs sein, die den Besuchern mithilfe von iPads zeigen, wie sie ihren Stromverbrauch senken können.

Auch vor den Künstlern selbst machen die Veranstalter nicht halt: „Rampensau oder Klimaschwein?“ – diesen Titel trägt ein Flyer, auf dem Tipps für die Musiker zum Thema klimafreundliche Tour gegeben werden (Transport, Bühnenshow, Catering).

Mal sehen, wie sich das MELT! so schlägt – auf seinem Weg zum „klimafreundlichsten Festival Deutschlands“!?

 

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Ausgezeichnet: engagieren und bewerben

Geschrieben von: Steffen Ball Freitag, den 01. Juli 2011 um 08:23 Uhr

Noch bis zum 30. September können sich engagierte Menschen für die Auszeichnung „Werkstatt N 2012“ bewerben. Etwa 100 Projekte werden bei diesem Wettbewerb jährlich vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ausgezeichnet. Spannende Initiativen sollen durch den Wettbewerb Vorbild für andere werden und aufzeigen, wie vielfältig Engagement sein kann.

Und so einfach geht’s: Privatpersonen, Organisationen, Vereine, Initiativen, Kommunen und Unternehmen können sich seit dem 20. Juni online bewerben. Dazu müssen sie nur ein Benutzerkonto auf der „Werkstatt N“-Homepage anlegen (das „N“ steht, wie sollte es anders sein, für Nachhaltigkeit) und einen Profilbogen über ihr Projekt ausfüllen. Die Kategorien sind vielfältig und reichen vom Klimaschutz über Social Business und Fairtrade bis hin zu Bildung, Verkehr und vielem mehr.

Wer wissen möchte, welche Projekte der RNE in diesem Jahr ausgezeichnet hat, kann sich hier über die 104 spannenden Initiativen informieren. Sie lassen sich beispielsweise nach Region und Schlagworten sortieren, sodass jeder ein Projekt in seiner Nähe und aus seinem Interessengebiet finden kann. Ein paar der Aktionen werden wir uns sicherlich in der nächsten Zeit noch näher anschauen.

 

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Der Klimachecker

Geschrieben von: Sabine Voß Dienstag, den 21. Juni 2011 um 12:44 Uhr

Auf Klima sucht Schutz habe ich einen interessanten Surftipp entdeckt: den Klimachecker“. Klimachecker ist ein interaktiver Fragebogen für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Umweltschutz. Auf der Homepage kann man mittels eines Multiple-Choice-Tests sein Verhalten in den folgenden Alltagssituationen checken: zuhause, mobil, im Urlaub, beim Essen und Einkaufen.

Der Fragebogen zeigt dem Nutzer auf, wie er sich im Alltag besser verhalten kann, wenn er die Umwelt schonen möchte. Dazu gibt es Hintergrundinformationen, um die Tipps für die Zielgruppe nachvollziehbarer zu machen. Gleichzeitig verändert sich der Homepage-Hintergrund je nach Antwort, die der Nutzer gibt: Die abgebildete Landschaft wandelt sich zum Guten oder Schlechten, je nachdem, wie klimafreundlich das Verhalten des Nutzers ist. Eine schöne Idee, um Kinder und Jugendliche spielerisch an das Thema heranzuführen und gleichzeitig Denkanstöße für den Alltag zu geben.

Ein kleiner Kritikpunkt: die insgesamt fehlende Leichtigkeit. Das Layout der Seite wirkt nicht besonders modern, es fehlen anschauliche Bilder und auch die Ansprache der Zielgruppe passt vielleicht nicht immer, zu oft wird der Zeigefinger erhoben. Markiert man beispielsweise bei „Fernseher oder Stereoanlage schalte ich…“ die Antwort „mit der Fernbedienung aus“, lautet der Tipp von Klimachecker: „Das ist zwar bequem, aber nicht so gut. Denn mit der Fernbedienung bringst du das Gerät nur in den Stand-by-Betrieb, in dem es weiter  Strom verbraucht“. Erst wenn der Nutzer danach auf „Mehr Info“ klickt, wird erklärt, wie man es besser machen kann.

Besser umgesetzt ist das meiner Meinung nach vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), das auf der Seite BMU-Kids verschiedene Spiele anbietet. Die Themen sind sehr vielfältig und reichen von Artenschutz über erneuerbare Energien und Gewässerschutz bis hin zu Klimaschutz und vielem mehr. Die Fragen im EnergiesparQuiz beispielsweise sind sehr kreativ, und wie das bei Spielen so ist, kann man zwischen verschiedenen Levels wählen und spielt gegen die Zeit. Auch das Spiel mit Namen „Öko-Profi“ ist sehr anschaulich gestaltet, es ist eine Kombination aus Wortspielen und Bilderrätseln, wodurch die Kinder direkt beim Spielen altersgerecht Neues dazulernen, ohne lange Hintergrundinformationen durchlesen zu müssen. Sehr zu empfehlen!

 

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